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Konfirmation

Bei der Konfirmation bekennt der junge Mensch sich zum christlichen Glauben und stimmt damit seiner Taufe zu. In einem feierlichen Gottesdienst wird er in den Kreis der erwachsenen Gemeindeglieder aufgenommen und gesegnet.
Mit der Konfirmation wird einem Gemeindemitglied das Recht erteilt, das Patenamt zu übernehmen und kirchlich zu heiraten. Wer konfirmiert ist, darf  in jeder evangelischen Gemeinde am der Feier des Heiligen Abendmahles teilnehmen und in seiner Heimatgemeinde an den Wahlen für den Kirchenvorstand (Presbyterium) teilnehmen.
Der Konfirmation geht der Konfirmandenunterricht voraus.

 

Konfirmandenunterricht

Der Konfirmandenunterricht beginnt in unserer Gemeinde nach den Osterferien, wenn die Jugendlichen im 7. Schuljahr sind und endet zwischen Ostern und Pfingsten des darauf folgenden Jahres, wenn die Jugendlichen im 8. Schuljahr und zmeist 14 Jahre alt sind. Dabei lernen die Jugendlichen die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens kennen. In Bad Honnef haben wir den Konfirmandenunterricht aufgeteilt in „KU 4“ (Konfirmandenunterricht im 4. Schuljahr) und „KU 8“ (Konfirmandenunterricht im 8. Schuljahr).
Die genaue Erläuterung unsers Konzeptes der Konfirmandenarbeit finden Sie weiter unten.

Wie kann ich mein Kind anmelden?

Der Anmeldetermin ist im Februar. Der genaue Termin wird im Gemeindebrief und der Presse bekannt gegeben. Soweit ihr Kind im 4. Schuljahr an einer Bad Honnefer Grundschule war, wird es persönlich angeschrieben. Zur Anmeldung bitten wir Sie, mit Ihrem Kind ins Gemeindehaus zu kommen. Dort nehmen Pfarrer Löttgen-Tangermann, Pfarrerin Beuscher oder Jugendleiter Andreas Roschlau, die auch den Konfirmandenunterricht gestalten, Ihre Anmeldung entgegen.

Anmeldeformular

Infobrief

Konfirmationstermin


Überblick

KU 4

a)      Ein Jahr Kontaktstunde bzw. Schulgottesdienst in der 4. Klasse an den vier Grundschulen in Bad Honnef-Tal

b)      3 Samstage während dieses Jahres:

  1. Gemeinde kennenlernen
  2. Taufe (Alle Kinder, die noch nicht getauft sind, haben hier die Möglichkeit, sich taufen zu lassen)
  3. Abendmahl (Bei uns werden die Kinder bereits an diesem Samstag in der 4. Klasse zum Abendmahl zugelassen!)


KU 5-7

  • Halten des Kontakts über die regulären Angebote der Gemeinde: Kids-Club, Kindergospelchor, Kindergottesdienst, Töpfern, Kochkurs, Kinderbibelwoche
  • Konficamp: Ein Wochenende im Jahr verbringen wir mit ca. 60 Kindern auf dem Christcamp in Krefeld.

 

KU 8

Das „eigentliche“ Konfirmandenjahr“ beginnt nach den Osterferien in der 7. Klasse und endet mit der Konfirmation in der 8. Klasse ca. 2-3 Wochen nach Ostern).  Zu Beginn des 2. Jahres findet die Konfifreizeit statt, ein Wochenende zum besseren Kennenlernen der Konfis untereinander als auch mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Während des ganzen Jahres müssen die Konfis 10 Gottesdienste besuchen und zwei Praktika absolvieren in den verschiedenen Bereichen und Gruppen der Gemeinde (z.B. Kindergruppen, Frauenhilfe, Kindergarten, Eine-Welt-Laden, Seniorenstift, Kindergottesdienst)


KU 4 - Das erste Jahr in der 4. Klasse

Kontaktstunde/Schulgottesdienst
In der 4. Klasse wird die Kontaktstunde an den Grundschulen dazu genutzt, ein Kinderkatechumenat als Grundlage für den Konfirmandenunterricht in der 8. Klasse durchzuführen. Die Stunde findet 14tägig im Wechsel mit dem Schulgottesdienst an den vier Grundschulen in Bad Honnef (Tal) statt. Schulgottesdienst und Kontaktstunde sind thematisch aufeinander abgestimmt und bauen aufeinander auf. Sie werden von der Pfarrerin bzw. dem Pfarrer und dem Jugendleiter durchgeführt.
Inhalt ist ein Abriß der biblischen Geschichte, d.h. im ersten Schulhalbjahr werden die wichtigsten Stationen des Alten Testamentes, im zweiten Halbjahr die des Neuen Testamentes vermittelt. Dabei werden vorwiegend spielerische und kreative Methoden wie Rollenspiele, Mal- und Bastelblätter sowie Video- und Fotoarbeiten eingesetzt. Am Ende des Schuljahres haben die Kinder dann ein Heft, in dem alle Arbeitsblätter und Selbstgeschriebenes zu den Geschichten gesammelt werden.


Projekttage
Ergänzend finden drei Projekttage (samstags) im Gemeindehaus statt, zu denen die Kinder aller vier Grundschulen zusammen eingeladen werden.
Der erste Samstag dient zum einen dem gegenseitigem Kennenlernen aller Katechumenen und Mitarbeitenden, zum anderen der Förderung einer positiven Bindung der Katechumenen an die Gemeinde. In lockerer Form (Spiele, Filme, etc.) wird dabei der bis dahin vermittelte Stoff vertieft bzw. weitergeführt.
Der zweite Samstag behandelt das Thema Taufe. Aufbauend auf den in der Schule zu diesem Zeitpunkt gerade behandelten Stoff (Der 12jährige Jesus, Jesu Taufe) können sich die Kinder intensiv und kreativ mit dem Thema auseinandersetzen. Anschließend werden Eltern und Geschwister zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen, bevor im 17 Uhr-Gottesdienst die Möglichkeit besteht, die noch nicht getauften Kinder zu taufen.
Der dritte Samstag steht im Zeichen des Abendmahls. Zum Abschluss des Schuljahres sollen die Kinder gewissenhaft auf das Abendmahl vorbereitet werden und somit die Möglichkeit bekommen, in unserer Gemeinde an diesem teilzunehmen. Das erste Abendmahl für die Kinder findet am Ende des Tages im 17 Uhr-Gottesdienst in der Gemeinschaft aller Katechumenen mit den Eltern statt. Vor diesem Samstag wird ein Elternabend angeboten, bei dem die Eltern über dieses Thema reden können und Informationen dazu sowie zum weiteren Verlauf des Konfirmandenunterrichts erhalten.


 


KU 5-7 - Begleitung während der Klassen 5-7

Während dieser Phase soll der Kontakt zu den Katechumenen durch kontinuierliche, freiwillige Angebote in der Gemeinde gehalten werden.
Jedes Jahr wird darüber hinaus ein Wochenende (Konfi-Camp) durchgeführt, zu dem speziell diese Jahrgänge eingeladen werden.
Weiterhin soll der monatlich stattfindende Kindergottesdienst stärker auf diese Zielgruppe ausgerichtet werden und mittelfristig eine eigenes Angebot für die 10-13jährigen entwickeln.

Die regelmäßigen Angebote für diese Altersgruppe in der Gemeinde sind zur Zeit:

  • Töpfern
  • Kochkurs
  • Kinderchor
  • Kids-Club (Offener Spiele-Treff für Kinder ab 10 Jahren)
  • Kindergottesdienst (monatlich)
  • Kinderbibelwoche (in den Herbstferien)


KU 8 - Das 2. Jahr der Konfizeit 

Praktika

Durch die Praktika soll die Gemeinde für die KonfirmandInnen erlebbar werden. Ihre Mitarbeit in bestimmten Bereichen ermöglicht ihnen, einen Einblick in die Strukturen der Gemeindearbeit zu gewinnen und sie lernen Menschen kennen, aus denen die Gemeinde besteht.
Andererseits erscheinen die KonfirmandInnen damit im Leben der Gemeinde und werden ihr bekannt. Es entsteht also ein gegenseitiger Annäherungsprozeß.
Der Aspekt der Mitarbeitergewinnung spielt ebenfalls eine Rolle und wird durch die Praktika gefördert.
Die Praktika haben einen Umfang von 6 Stunden, d.h. bei wöchentlichen Angeboten ist das Praktikum in einem Monat absolviert, bei monatlichen Angeboten kann es sich über 2-3 Monate erstrecken.

Praktikumsplätze

· Eine-Welt-Laden
· Jugendchor
· Kids-Club
· Kindergottesdienst
· Kindertöpfern
· Besuchskreis Seniorenstift
· Cafeteria im Seniorenstift
· Gospelworkshop/Chor
- Kindergarten
· KU 4-Samstage



Was sagen Konfis dazu?

 "Als ich vor ungefähr einem Jahr davon erfuhr, bald in den Konfirmandenunterricht gehen zu sollen, riss mich das nicht gerade vom Hocker. Auch in den ersten Stunden war ich nicht sehr überzeugt, dass mich dieser Unterricht etwas über Gott lehren sollte, zumal ich dort nur wenige kannte, was mir das kommende Jahr nicht erleichterte.
Doch nach und nach wurde ich vom Gegenteil überzeugt: Unsere Konfirmandengruppe entwickelte sich in meinen Augen von vereinzelten Freundes-Grüppchen zu einer kleinen Gemeinde. Ich lernte vieles über Gott dazu, das meinen Glauben stärkte und das mir meine Entscheidung, mich hier und heute konfirmieren zu lassen, wesentlich leichter fallen lässt als noch vor einem Jahr.
 Früher verstand ich nicht wirklich den Sinn sich konfirmieren zu lassen. Doch heute kenne ich ihn, nämlich in Gottes Gemeinde aufgenommen zu werden."

 "Vor einem Jahr bedeutete Konfirmandenunterricht für mich noch zur Kirche gehen und Gebete auswendig lernen. Ich wusste noch nichts von den Erfahrungen, die ich machen würde und von den neuen Leuten, die ich kenne lernen würde. Jetzt ist mir klar, dass es mehr bedeutet und mich in meiner Einstellung zu Gott sehr verändert hat."

"Als ich zum Konfirmandenunterricht ging, war es nicht meine Entscheidung, sondern die meiner Eltern, doch nach und nach wurde es meine Entscheidung, da ich erkannte, dass es einen Sinn hat. Der Sinn des ganzen ist für mich der, uns zu zeigen, dass wir zur Gemeinde gehören, und uns näher zu Gott zu bringen. Und auch am heutigen Tag freue ich mich über die Entscheidung meiner Eltern und jetzt meiner eigenen."

 "Bevor die Konfizeit begonnen hat, dachte ich anders. Anders über die Kirche , über den Glauben und über die Gruppe. Überall waren kleine Gruppen, die sich voneinander abgrenzten. Doch jetzt, nach der Zeit mit der Konfigruppe, ist alles anders. Ich denke über vieles anders und kenne Bedeutungen. Doch das Schönste ist, dass aus den Gruppen eine kleine Gemeinde geworden ist."

 "Als ich mich entschieden habe, mich konfirmieren zu lassen, konnte ich den Nutzen dessen nicht ganz verstehen. Doch nach dieser Zeit, eine Zeit des Lernens und des Verstehens, weiß ich, dass der Nutzen die Gemeinde ist - das Interesse an anderen, an verschiedenen Generationen. Auch unsere Konfigruppe ist zu einer kleinen Gemeinde geworden, ein Teil dieser Gemeinde, ein Teil von Gott."

 "Als wir letztes Jahr gefragt wurden, ob wir zur Konfirmationsvorbereitung gehen wollten, war das bei den meisten sowieso schon klar. Alle gehen dahin, warum ich nicht auch und an dem Konfirmationstag springt meistens noch etwas für mich heraus. Warum nicht? Also wurden wir angemeldet.
Die nächsten Dienstage, die nun auf uns zukamen, waren nicht nur Dienstage, in denen wir nur dasaßen - ruhig versteht sich - und einem der PfarrerInnen zuhörten. Es waren meist Dienstage voll von Diskussionen, Ideen, Geschichten, und unserer Entdeckung zu unserer speziellen Beziehung zur Religion. Diese Aufgabe wurde uns nämlich häufig gestellt: Was glaubt ihr, wem glaubt ihr und warum? Und was ist Glauben überhaupt für euch?
Aber es wurde nicht nur geredet und diskutiert, sondern auch praktiziert. Durch zwei oder mehr Praktika lernten wir unsere Gemeinde sehr viel besser kennen und hatten unsere Chance, uns darüber unsere eigene Meinung zu machen. So besuchten ein paar von uns den Sonntags-Nachmittags-Kaffee, den Eine-Welt-Laden oder die Töpfergruppe. An den folgenden Dienstagen redeten wir dann zusammen über unsere Eindrücke. Damit wir aber nicht nur immer reden und reden mussten, lud uns Herr Löttgen-Tangermann auch manchmal zu einer Reise in uns selbst ein. Dann erlebten wir die ganze Woche noch einmal und entspannten dabei ziemlich gut.
Aber denken sie jetzt bitte nicht, dass wir die ganze Zeit mit Meditation zugebracht hätten. Wir haben natürlich auch hart gearbeitet! Wir sind das ganze Glaubensbekenntnis von A-Z durchgegangen und haben Satz für Satz in unsere eigene Sprache umgeschrieben. Wir haben die Lebensläufe von bestimmten Personen erzählt. Haben Filmdrehbücher geschrieben und Plakate dazu gemalt, und natürlich auch geschauspielert. Dann standen da nicht mehr die alten Konfis, sondern der verlorene Sohn und sein Vater, die sich innig umarmten. Oder da wird plötzlich eine Gerichtssitzung über Jesus abgehalten. Und nicht zu vergessen, haben wir zum Leidwesen mancher natürlich auch gesungen.
Wie sie jetzt merken werden, war es so einiges, was wir in dieser Zeit gemacht und gelernt haben. Und ich glaube auch, dass wir jetzt alle ein bisschen mehr von unserer Religion und unserem Glauben verstehen. Ich denke auch, dass wir nun alle ein bisschen mehr Verantwortung in uns tragen. Verantwortung für unsere Mitmenschen und alles das, was wir tun.
Und deshalb konnte jeder aus dieser Zeit ein Stück für sich selbst gewinnen, das er immer brauchen wird. Nämlich das Vertrauen und den Glauben an uns selbst, an das, was wir tun, an unsere Religion und unsere Mitmenschen."

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