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Was sagen Konfis dazu?

 "Als ich vor ungefähr einem Jahr davon erfuhr, bald in den Konfirmandenunterricht gehen zu sollen, riss mich das nicht gerade vom Hocker. Auch in den ersten Stunden war ich nicht sehr überzeugt, dass mich dieser Unterricht etwas über Gott lehren sollte, zumal ich dort nur wenige kannte, was mir das kommende Jahr nicht erleichterte.
Doch nach und nach wurde ich vom Gegenteil überzeugt: Unsere Konfirmandengruppe entwickelte sich in meinen Augen von vereinzelten Freundes-Grüppchen zu einer kleinen Gemeinde. Ich lernte vieles über Gott dazu, das meinen Glauben stärkte und das mir meine Entscheidung, mich hier und heute konfirmieren zu lassen, wesentlich leichter fallen lässt als noch vor einem Jahr.
 Früher verstand ich nicht wirklich den Sinn sich konfirmieren zu lassen. Doch heute kenne ich ihn, nämlich in Gottes Gemeinde aufgenommen zu werden."

 "Vor einem Jahr bedeutete Konfirmandenunterricht für mich noch zur Kirche gehen und Gebete auswendig lernen. Ich wusste noch nichts von den Erfahrungen, die ich machen würde und von den neuen Leuten, die ich kenne lernen würde. Jetzt ist mir klar, dass es mehr bedeutet und mich in meiner Einstellung zu Gott sehr verändert hat."

"Als ich zum Konfirmandenunterricht ging, war es nicht meine Entscheidung, sondern die meiner Eltern, doch nach und nach wurde es meine Entscheidung, da ich erkannte, dass es einen Sinn hat. Der Sinn des ganzen ist für mich der, uns zu zeigen, dass wir zur Gemeinde gehören, und uns näher zu Gott zu bringen. Und auch am heutigen Tag freue ich mich über die Entscheidung meiner Eltern und jetzt meiner eigenen."

 "Bevor die Konfizeit begonnen hat, dachte ich anders. Anders über die Kirche , über den Glauben und über die Gruppe. Überall waren kleine Gruppen, die sich voneinander abgrenzten. Doch jetzt, nach der Zeit mit der Konfigruppe, ist alles anders. Ich denke über vieles anders und kenne Bedeutungen. Doch das Schönste ist, dass aus den Gruppen eine kleine Gemeinde geworden ist."

 "Als ich mich entschieden habe, mich konfirmieren zu lassen, konnte ich den Nutzen dessen nicht ganz verstehen. Doch nach dieser Zeit, eine Zeit des Lernens und des Verstehens, weiß ich, dass der Nutzen die Gemeinde ist - das Interesse an anderen, an verschiedenen Generationen. Auch unsere Konfigruppe ist zu einer kleinen Gemeinde geworden, ein Teil dieser Gemeinde, ein Teil von Gott."

 "Als wir letztes Jahr gefragt wurden, ob wir zur Konfirmationsvorbereitung gehen wollten, war das bei den meisten sowieso schon klar. Alle gehen dahin, warum ich nicht auch und an dem Konfirmationstag springt meistens noch etwas für mich heraus. Warum nicht? Also wurden wir angemeldet.
Die nächsten Dienstage, die nun auf uns zukamen, waren nicht nur Dienstage, in denen wir nur dasaßen - ruhig versteht sich - und einem der PfarrerInnen zuhörten. Es waren meist Dienstage voll von Diskussionen, Ideen, Geschichten, und unserer Entdeckung zu unserer speziellen Beziehung zur Religion. Diese Aufgabe wurde uns nämlich häufig gestellt: Was glaubt ihr, wem glaubt ihr und warum? Und was ist Glauben überhaupt für euch?
Aber es wurde nicht nur geredet und diskutiert, sondern auch praktiziert. Durch zwei oder mehr Praktika lernten wir unsere Gemeinde sehr viel besser kennen und hatten unsere Chance, uns darüber unsere eigene Meinung zu machen. So besuchten ein paar von uns den Sonntags-Nachmittags-Kaffee, den Eine-Welt-Laden oder die Töpfergruppe. An den folgenden Dienstagen redeten wir dann zusammen über unsere Eindrücke. Damit wir aber nicht nur immer reden und reden mussten, lud uns Herr Löttgen-Tangermann auch manchmal zu einer Reise in uns selbst ein. Dann erlebten wir die ganze Woche noch einmal und entspannten dabei ziemlich gut.
Aber denken sie jetzt bitte nicht, dass wir die ganze Zeit mit Meditation zugebracht hätten. Wir haben natürlich auch hart gearbeitet! Wir sind das ganze Glaubensbekenntnis von A-Z durchgegangen und haben Satz für Satz in unsere eigene Sprache umgeschrieben. Wir haben die Lebensläufe von bestimmten Personen erzählt. Haben Filmdrehbücher geschrieben und Plakate dazu gemalt, und natürlich auch geschauspielert. Dann standen da nicht mehr die alten Konfis, sondern der verlorene Sohn und sein Vater, die sich innig umarmten. Oder da wird plötzlich eine Gerichtssitzung über Jesus abgehalten. Und nicht zu vergessen, haben wir zum Leidwesen mancher natürlich auch gesungen.
Wie sie jetzt merken werden, war es so einiges, was wir in dieser Zeit gemacht und gelernt haben. Und ich glaube auch, dass wir jetzt alle ein bisschen mehr von unserer Religion und unserem Glauben verstehen. Ich denke auch, dass wir nun alle ein bisschen mehr Verantwortung in uns tragen. Verantwortung für unsere Mitmenschen und alles das, was wir tun.
Und deshalb konnte jeder aus dieser Zeit ein Stück für sich selbst gewinnen, das er immer brauchen wird. Nämlich das Vertrauen und den Glauben an uns selbst, an das, was wir tun, an unsere Religion und unsere Mitmenschen."

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